Diese Dokumente sind Ihre Versicherung, dass der Wille Ihres Angehörigen respektiert wird, auch wenn er sich selbst nicht mehr äußern kann.
1. Die Vorsorgevollmacht (Wer entscheidet?) #
Mit der Vorsorgevollmacht bevollmächtigt eine Person eine andere, im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit für sie zu handeln.
- Wichtig: Ohne Vollmacht dürfen selbst Ehepartner oder Kinder nicht automatisch rechtlich entscheiden! Es müsste sonst ein gesetzlicher Betreuer vom Gericht bestellt werden.
- Inhalt: Deckt meist Bereiche wie Finanzen, Behördengänge und Wohnungsangelegenheiten ab.
2. Die Patientenverfügung (Wie wird medizinisch entschieden?) #
Hier wird festgelegt, welche medizinischen Maßnahmen in bestimmten Situationen (z. B. am Lebensende) gewünscht oder abgelehnt werden.
- Wichtig: Sie entlastet die Angehörigen von der quälenden Frage: „Hätte er/sie das so gewollt?“
- Tipp: Beschreiben Sie die Wünsche so konkret wie möglich (z. B. zum Thema künstliche Ernährung oder Beatmung).
3. Der Aufbewahrungsort #
Das beste Dokument hilft nicht, wenn es im Notfall niemand findet.
- Hinterlegen Sie die Originale an einem sicheren, aber zugänglichen Ort.
- Geben Sie den Bevollmächtigten eine Kopie oder eine Hinweiskarte für den Geldbeutel.
- Optional: Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer.
